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Heilsarmee Guben

Europatag-Gondel #7

William Booth gründete die Heilsarmee 1985 in England. Er hatte ein Herz für alle Menschen, besonders für die, die am Rande der Gesellschaft leben: die Obdachlosen, Alkoholkranken und Prostituierten. Zunächst wollte Booth diese Menschen in die Kirche einladen, um ihnen dort von Jesus zu erzählen. Allerdings stieß er mit seinem Vorhaben auf harte Gegenwehr der gehobenen Gesellschaft, die sich zum großen Teil der armen Menschen nicht annehmen wollte. So kam es, dass William Booth stattdessen die Kirche zu den Menschen brachte. Das Motto und die Motivation der Heilsarmee: „Suppe, Seife, Seelenheil“ war geboren. Erst wenn der Mensch nicht mehr hungert und friert, kann er Gottes Wort richtig aufnehmen. Viele Menschen folgten William Booth und seinem Beispiel. Daraus entwickelte sich die heutige Heilsarmee als Verbund aus Freikirche sozialer Arbeit.

Die Sozialarbeit kann in jeder Stadt ganz unterschiedlich aussehen. Die Heilsarmee ist immer dort, wo die Menschen Not leiden. In Dresden unterstützt die Heilsarmee beispielsweise die Obdachlosen der Stadt und in Hamburg auf Sankt Pauli kümmert sich ein Team um die Prostituierten.

Hier in Guben brauchen uns die Familien. Im Familiencafé ist jede Familie willkommen. Im Brandenburgischen Ring betreut unser Team 25 Kinder und 15 bis 40 Kinder kommen in unseres Jugendclub Zippel, wo sie sich entfalten können, angenommen werden und jede Menge Spaß haben. Neben unserem wöchentlichen Gottesdienst können unsere Besucher auch in der Bibelstunde viel über Gott uns sein Wirken in unserem Leben erfahren. Das Frauenfrühstück und der Männerkreis bieten Frauen und Männern Raum, ganz ungezwungen und in einer vertraulichen Atmosphäre miteinander zu reden. Besonders für bedürftige Menschen unterhalten wir einen Second-Hand Laden und eine Lebensmittelausgabe. Etwa 25 fleißige Ehrenamtliche unterstützen unsere Arbeit hier in Guben, wofür wir sehr dankbar sind. Seit 2015 und jetzt ganz aktuell kümmern wir uns auch mit um die Flüchtlinge. Wir bieten Deutschkurse an, helfen bei allen möglichen Fragen, begleiten zu Ärzten und Behörden und besuchen die Menschen auch zu Hause, um eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen und zu festigen.

In Polen ist die Heilsarmee an vier verschiedenen Orten tätig. Damit die Heilsarmee in Warschau eröffnen durfte, wurden in Gubin die letzten benötigten Unterschriften dafür gesammelt. Auch in Polen ist die Heilsarmee gerade dort, wo Menschen abgelehnt werden und in Not sind. Ungeachtet des Ansehens eines Menschen, helfen die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen der Heilsarmee in Polen, wo sie können. Zum Beispiel durch Lebensmittelausgaben. Dort gibt es keine Beschränkungen. Jeder, der diese Hilfe brauch, darf sie auch in Anspruch nehmen. In der Kinder- und Jugendarbeit werden die Kinder darin gestärkt, an sich selbst zu glauben und freundlich miteinander umzugehen. Gerade in der aktuellen Krise kümmert sich die Heilsarmee in Polen ganz besonders um die geflüchteten Menschen aus der Ukraine. Das Team erleichtert ihnen den Zugang zu den Hilfesystemen, bietet Lebensmittel und Hygieneartikel an und sorgt für geeignete Schlafmöglichkeiten.

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